Wahl des richtigen Brennstoffs


ENplus-zertifizierte Hackschnitzel garantieren gleichbleibend homogene Brennstoffeigenschaften. Diese sind entscheidend für einen reibungslosen und effizienten Anlagenbetrieb.

Die Brennstoffanforderungen Ihrer Heizung entnehmen Sie bitte den Herstellerangaben Ihrer Anlage oder erfragen Sie diese bei Ihrem Heizungsinstallateur. Dabei sind die wichtigsten Brennstoffparameter der Aschegehalt, die Partikelgröße und der Wassergehalt. Bei der Partikelgrößenklasse sind die maximalen Längen der Partikel sowie der Feinanteil wichtige Parameter.


ENplus-Hackschnitzel definiert 6 Sortimente: ENplus A1, ENplus A2 und ENplus B jeweils für die Partikelgrößen P31S und P45S. 


 

Wesentliche Brennstoffparameter:

 

Der Aschegehalt von Holzhackschnitzeln wird vor allem durch den Rinden- und Grünanteil der Rohstoffe sowie durch Verunreinigungen (z. B. Erde oder Steine) beeinflusst. Verunreinigungen können darüber hinaus zu einem veränderten Ascheschmelzverhalten führen. Mit steigendem Aschegehalt und verändertem Ascheschmelzverhalten steigen die Wartungsintensität der Anlagen und die Gefahr von Anlagenstörungen. Mineralische Verunreinigungen der Hackschnitzel sowie sämtliche andere Störstoffe müssen nach ENplus ausgeschlossen werden. Je nach Größe und Anlagentechnik sowie individuellen, nutzerspezifischen Anforderungen sind Aschegehalte ≤ 1,0 m-%, ≤ 1,5 m-% und ≤ 3,0 m-% nach ENplus möglich.

Der Wassergehalt wird primär durch das Ausgangsmaterial bestimmt. Frisch geschlagenes Holz hat einen Wassergehalt von über 50 Prozent. Durch unterschiedliche Aufbereitungsschritte kann der Wassergehalt stark verringert werden. Er hat einen Einfluss auf die Verbrennung, den Anlagenbetrieb und den Heizwert (Hu). Außerdem bestimmt er die Lagerfähigkeit der Hackschnitzel. Der Großteil der kleinen und mittleren Feuerungen läuft bei einem homogenen Wassergehalt von unter 25 m-% optimal. Größere Feuerungen haben ihr Optimum häufig bei höheren Wassergehalten. Ein zu niedriger Wassergehalt kann bei einigen Feuerungen zu Anlagenstörungen führen.
Die Homogenität des Wassergehalts beeinflusst das Emissionsverhalten in hohem Maße. Der höchste und niedrigste Wassergehalt sollte nur minimal vom mittleren Wassergehalt abweichen, wenn eine effiziente und emissionsarme Verbrennung erfolgen soll. Bei größeren Unterschieden ist eine Homogenisierung der Charge durch Umsetzen und Mischen erforderlich und von ENplus gefordert.
In der Qualitätsklasse mit den höchsten Anforderungen ENplus A1 darf der Wassergehalt nicht höher als 25 m-% sein und nicht unter 8 m-% liegen, in der Klasse ENplus A2 nicht höher als 35 m-%. In der Klasse ENplus B muss der maximale Wassergehalt angegeben werden.

Die Partikelgrößenverteilung hat einen Einfluss auf den Anlagenbetrieb und die Lagerfähigkeit. Je homogener die Größenverteilung der Partikel, desto besser ist das Verbrennungsverhalten. Vor allem beeinflusst sie die Fließfähigkeit und damit die störungsfreie Brennstoffzuführung.
Eine der häufigsten Störungen bei Hackschnitzelanlagen wird durch Überlängen verursacht. Das Einhalten der sog. maximalen Länge ist somit für eine störungsfreie Zuführung und reibungslose Verbrennung entscheidend.
Häufig werden durch erhöhte Feinanteile höhere Emissionen verursacht. Deshalb wurden Verschärfungen gegenüber der Norm vorgenommen: ENplus-Hackschnitzel zertifiziert die Qualitätsklassen ENplus A1, ENplus A2 und ENplus B jeweils für die Partikelgrößenklassen P31S und P45S. Anstatt der vorgesehenen 10 m-% Feinanteil in der Norm wird in der Qualitätsklasse ENplus A1 ein maximaler Feinanteil von 5 m-% gefordert, in der Klasse ENplus A2 ein maximaler Feinanteil von 8 m-%.