Hackschnitzelproduktion
–
Holzhackschnitzel sind mit schneidenden Werkzeugen zerkleinertes Holz, dadurch ergeben sich saubere Schnittkanten. Schredderholz hingegen wird mit stumpfen Werkzeugen produziert, wodurch die Kanten aufgefasert werden.
Die ENplus-Zertifizierung ist nur für Hackschnitzel möglich, nicht für Schredderholz.
Rohstoffbasis
–
Zur Herstellung von Hackschnitzeln werden Nebenprodukte der Forstwirtschaft sowie Waldrestholz und andere naturbelassene Holzsortimente verwendet.
Herstellung
–
Die Herstellung von Hackschnitzeln erfolgt durch schnelllaufende Hacker, die entweder stationär, oder mobil sind. In der Regel werden mobile Hacker mit Elektro- oder Dieselmotoren verwendet.
Dabei kommen verschiedene Hackertechnologien zum Einsatz: Das Spektrum reicht von Scheibenhackern über Trommelhacker bis zu Schneckenhackern. Trommelhacker eignen sich insbesondere für hohe Durchsatzleistungen und kommen daher häufig bei größeren Aufgabemengen zum Einsatz. Je nach Größe werden sie per Hand, über Förderbänder oder Kräne beschickt.
Für die Herstellung hochwertiger Hackschnitzel wie ENplus A1 sind neben geeigneter Anlagentechnik auch scharfe Messer sowie eine angepasste Aufbereitung und Qualitätssicherung entscheidend.
Aufbereitung
–
Je nach eingesetztem Rohstoffsortiment, Hackqualität und dem Einsatzgebiet der produzierten Hackschnitzel werden diese zum Teil aufbereitet. Durch Siebung können Fein- und Grobanteil sowie Erde und Nadeln abgeschieden werden. Durch natürliche oder technische Trocknung wird der Wassergehalt reduziert. Durch die Senkung des Wassergehalts steigt der Heizwert bezogen auf die Brennstoffmasse. Ein geringerer Wassergehalt kann zudem die Lagerfähigkeit verbessern.
Nachhaltige Forstwirtschaft
–
Die Waldbewirtschaftung in Deutschland unterliegt gesetzlichen Vorgaben und forstwirtschaftlichen Standards. Eine nachhaltige Bewirtschaftung soll dabei die langfristige Nutzung und Erhaltung der Waldressourcen ermöglichen.
Weitere Informationen zur nachhaltigen Forstwirtschaft inkl. Zahlen beim DEPI.